Pressebericht 7.Sp.

Die Rückkehr des „Spieleumbiegers“ -

Spektakuläres Herzschlagfinale der ersten Herren

Das Wochenende des siebten Spieltags endete mit einer positiven Bilanz für die Keglerinnen und Kegler der SKG Gräfenhausen. Drei siegreich gestalteten Spielen standen zwei Niederlagen gegenüber. Die ersten Damen konnten in einem weiteren guten Heimspiel ihre gute Heimform unter Beweis stellen und arbeiten sich in der Regionalliga auf den dritten Platz nach vorne. Gleiches kann über die dritten Herren gesagt werden, die ebenfalls zuhause gewinnen konnten und auf Platz drei rangieren. Niederlagen mussten die zweiten Herren in der Fremde hinnehmen, die SoMa verlor äußerst unglücklich daheim. Das Highlight des Spieltages war allerdings das unfassbare spannende Spiel der ersten Herren, die erst auf den allerletzten Metern der Partie den Sieg erringen konnten. Zu verdanken hatte man dies jemandem, der sich in den letzten Jahren mehrfach den Spitznamen „Spieleumbieger“ verdient hat. Beste Spielerin des Wochenendes wurde Rosel Ambrosch mit 453 Kegeln, beste Herren wurden Jörg Maurer mit 461 Kegeln und Jörg Knell mit 990 Kegeln.

1. Herrenmannschaft

Im vierten Heimspiel der Saison stand die erste Herrenmannschaft der SKG bereits unter Druck. Die Gäste des KK Tomislav Praunheim waren nicht zu unterschätzen und dennoch musste unbedingt ein Sieg her, um die Tabellenspitze nicht gänzlich aus den Augen zu verlieren. Das Spiel startete, wie es enden sollte: spannend. Sowohl Jörg Knell (sehr gute 990 Kegel) als auch Stefan Maurer (944) überzeugten im Startpaar. Die Gäste konnten ihrerseits allerdings gut dagegenhalten und mussten nur 12 Kegel minus in Kauf nehmen. Im Mittelpaar hatten Jan-Philipp Nothnagel und Mirko Heger mit ungewohnten Startschwierigkeiten zu kämpfen, sodass Praunheim zunächst Boden gutmachen konnte und in Führung ging. Mit zunehmender Spieldauer fanden die Gräfenhäuser besser ins Spiel und konnten den Rückstand vor dem Schlusspaar auf 10 Kegel reduzieren. Heger erkegelte 927, Nothnagel 902. Nun entfaltete sich erst die ganze Dramatik des Spiels. Wie bereits im Mittelpaar, fanden zu Beginn der Schlusspaarung Robin Lang und Joachim Wagner nicht gut ins Spiel. Die besser agierenden Gäste kegelten weniger fehlerhaft und konnten sich zeitweise mit 50 Kegeln absetzen. Sich gegen die drohende Heimniederlage stemmend, fanden beide Gräfenhäuser wieder zu ihrem gewohnten Spiel und konnten durch taktisch-durchdacht eingestreute Neuner das Spiel wieder offen gestalten. Auf der allerletzten zu spielenden Bahn der Begegnung mussten die Gastgeber nur noch eine Handvoll Kegel aufholen. Beide Mannschaften agierten nahezu gleich gut und so kam es zu der Situation, dass die SKG zwei Wurf vor Schluss mit neun Kegeln in Rückstand war. Die Gäste waren fertig und auch Joachim Wagner hatte seinen letzten Wurf absolviert. Nur Robin Lang konnte noch etwas an der drohenden Niederlage ändern. Mit den letzten beiden Wurf musste er das volle Bild abräumen, um zumindest ein im Kegelsport extrem seltenes Unentschieden zu erreichen. Nur mit einem Neuner konnte man die enorm wichtigen Punkte im Vereinsheim behalten. In einer solchen Situation einen Neuner zu werfen, kann mit einem 6er im Lotto verglichen werden. Und der Neuner fiel. Die anschließend geworfene Sechs ging im unglaublichen Freudentaumel der anwesenden Fans und Mitspieler unter, das SKG-Vereinsheim stand Kopf ob dieses Herzschlagfinals! Durch den Sieg in einem der spannendsten Spiele der Vereinsgeschichte, schöpft man wieder Hoffnung im engen Kampf um den Aufstieg. Den Schwung dieses Spiel sollte man nun unbedingt mit in das kommende Heimspiel gegen Höchst nehmen. Endstand: 5604 zu 5598.

2. Herrenmannschaft

Die zweiten Herren traten in Lorsch gegen den SC/KC Bensheim an. Im Spiel über sechs Bahnen gingen zuerst Gerald Lang (833), Michael Bach (871) und Bilal Özel (836) an den Start. Gegen souveräner auftretende Gastgeber mussten minus 59 Kegel hingenommen werden. Im Schlusstrio konnte einzig Kai Köhler (877) überzeugen, Christoph Lang (788) und Roland Weisener (837) blieben unter ihren Möglichkeiten. Die Bensheimer spielten auch hier wieder besser und hatten ihre Heimbahnen deutlicher im Griff, was zu einer hohen Niederlage der zweiten Herren führte. Im nächsten Auswärtsspiel gegen den Tabellenletzten Pfungstadt muss eine Leistungssteigerung her, um auswärts wieder konkurrenzfähiger zu sein. Endstand: 5195 zu 5042.

3. Herrenmannschaft

Die dritte Herrenmannschaft konnte auf heimischem Geläuf wieder einen soliden Auftritt hinlegen. Im Heimspiel gegen den SKC Höchst III konnten Piere Kümmel (389) und Jörg Maurer (461) die Mannschaft mit knappen 13 Kegeln in Front bringen. Das souverän agierende Schlusspaar mit Reiner Bauer (452) und Konstantin Kaiser (450) ließ mit starken Leistungen nichts mehr anbrennen und dem Gegner nicht den Hauch einer Chance. Der deutliche Sieg lässt die dritte Mannschaft in der Tabelle auf Platz drei klettern. Endstand: 1752 zu 1625.

1. Damenmannschaft

Die Damenmannschaft konnte in ihrem siebten Spiel mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung in einem wieder einmal guten Heimspiel gegen den ESV Blau-Gold Frankfurt punkten. Im Startpaar spielten Rosel Wirges (423) und Gerdi Neumann (417), zusammen musste erst einmal ein Rückstand von 48 Kegeln hingenommen werden. In der Mittelpaarung mit Rosel Ambrosch (sehr gute 453) und Jutta Gültling (435) konnte das Spiel gedreht werden und ein Vorsprung von 42 Kegeln erzielt werden. Die Schlusspaarung mit Rosi Müller (440) und Elvira Ludwig (418) konnten ihre Gegenspielerinnen halten und machten den Sieg perfekt. Gräfenhausen gewann das Spiel mit 40 und schiebt sich in der Tabelle auf Rang drei nach vorne. Endstand: 2586 zu 2546.

Mix-Mannschaft

Das Spiel der SoMa gegen die TSG Neu-Isenburg III ging mit der Differenz von bitteren zwei Kegeln verloren. Nach der Startpaarung von Tanja Stork (415) und Nicole Kasper (348) lagen man zunächst mit 48 Kegeln zurück. In der sehr spannenden zweiten Paarung konnten Sieglinde Maurer (375) und Norbert Schmidt (397) leider „nur“ 46 Kegel aufholen, sodass das Spiel mit dem Endergebnis von 1535 zu 1537 abgegeben werden musste.

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